Welpen - Zeit "Prägephase"
Unsere Welpen müssen auf den richtigen Weg gebracht werden, das ist gerade in den ersten Wochen ihres "Hundedaseins" sehr wichtig. Ihre Sinnesorgane sind jetzt voll entwickelt und spielerisch versuchen sie die Welt zu erkunden. Den Welpen geht es dabei wie den Menschenkindern, voller Neugier werden alle neuen Dinge ausgelassen untersucht und getestet. Einen Unterschied gibt es allerdings: die Welpen können keine Fragen stellen und wir können ihnen demzufolge auch keine Antworten geben. Diese Zeit, sie beginnt ab der dritten Lebenswoche und endet in der achten bis zehnten, nennt man die Präge- oder Sozialisierungsphase. Es ist eine kurze, aber sehr entscheidende Zeit im Leben unserer Hunde.
Jeder verantwortungsbewusste Hundezüchter sollte diese Zeit intensiv nutzen, damit die Welpen gut auf ihr zukünftiges Hundeleben vorbereitet sind. Welpen haben eine natürliche Urangst vor allem und vor jedem Unbekannten aber sie sind auch voller Neugier und sehr lernfähig. Jetzt liegt es an uns, den Welpen viele positive Erfahrungen zu vermitteln, sie an die alltäglichen Geräusche und Gerüche zu gewöhnen und am Familienleben teilhaben zulassen. Durch diese positiven Erfahrungen mit möglichst vielen Dingen und Menschen verlieren sie ihre natürliche Scheu prägen sich den Geruch von uns "Zweibeinern" ein, ja sie verbinden damit sogar etwas Angenehmes.
Für uns ist es deshalb schon selbstverständlich, das unsere Welpen bei uns im Haus aufwachsen. Fühlen, Sehen, Hören und Erleben - je mehr Eindrücke unsere Welpen jetzt bekommen, umso aufgeschlossener und sicherer werden sie später auch in neuen, ungewohnten Situationen sein
Junghunde die "Halbstarken"
Der Rhodesian Ridgeback ist ein so genanter "Spätentwickler". Er wird erst mit dem Alter von ca. 3 Jahren erwachsen und solange können wir ihn auch zu den "Halbstarken" zählen. Ein Rhodesian Ridgeback ist immer auf der Suche nach einem Spielgefährten, wobei es ihm völlig egal ist wer oder was sich da mit ihm beschäftigt und er sieht andere Hunde normalerweise nicht als Bedrohung an. Der Rhodesian Ridgeback ist kein Typ um Ärger zu machen. Dennoch: wird er von einem anderen Hund angegriffen oder gereizt, behauptet er seine Stellung und kämpft wenn es sich gar nicht vermeiden lässt.
Ein Ridgeback ist sehr gut mit Katzen zu halten, sollte aber an sie gewöhnt werden, solange er jung ist. Eine Eigenschaft dieser Hunde ist, dass sie sich Fremden gegenüber zurückhaltend verhalten. Hier möchte ich noch einmal anmerken, das der Rhodesian Ridgeback kein Hund für Anfänger ist und sein Besitzer über ein großes Einfühlungsvermögen und hohen Sachverstand verfügen muss, um die der Rasse innewohnende "Sensibilität" für ihre Umwelt nicht zu einem Problem erwachsen zu lassen.
Da der Rhodesian Ridgeback ein "Spätentwickler" ist, hat er einen hohen Anspruch an Ausbildung und Führung.
Der erwachsene Rhodesian Ridgeback
Als Wachhunde sind Rhodesian Ridgeback von hoher Diskretion. Sie sind keine wütenden Kläffer und trachten nicht danach, jemanden anzugreifen. Für gewöhnlich geben sie einige wenige Beller von sich, um Ihre Aufmerksamkeit zu erlangen und Bescheid zu geben, dass irgendwer auf dem Grundstück ist. Sie bellen niemals grundlos. Wenn Rhodesian Ridgeback bellen, haben sie einen guten Grund dafür und hören für gewöhnlich damit auf, wenn man es ihnen sagt, es sei denn, sie sind sich sicher, dass Sie nicht begriffen haben, was sie versuchen Ihnen zu sagen. Es ist immer angeraten der Ursache des Gebells eines Rhodesian Ridgeback auf den Grund zu gehen. Bis Sie Ihnen signalisieren, dass alles in Ordnung ist, werden sie fortfahren sich wachsam und vorsichtig in der Nähe von Fremden zu verhalten.
Man sollte nicht allzu vertrauensvoll davon ausgehen, das Rhodesian Ridgeback innerhalb eines nicht umzäunten Grundstücks bleiben. Sie sind Jagdhunde mit einer guten Nase und einem hervorragenden Gesichtssinn. Deshalb sind sie auf und davon, wenn sie etwas sehen, was ihr Interesse erregt und vergessen dabei komplett unsichtbare Begrenzungen
Rhodesian Ridgeback sind sehr menschenbezogene Hunde und in einer Zwinger- oder gar Kettenhaltung würden sie zugrunde gehen. Vielmehr lieben sie es, überall dort zu sein, wo Sie sind und wenn Sie es erlauben, krabbeln sie in Ihr Bett, auf Ihr Sofa oder Ihren Lieblingssessel und sogar Ihren Schoss! Sie müssen entscheiden, was für Sie akzeptables Benehmen ist und den Hund dementsprechend von Anfang an erziehen.
